Kieferorthopädische Behandlungen für Kinder & Jugendliche
Die kieferorthopädische Behandlung von Kindern und Jugendlichen erfordert besondere Aufmerksamkeit – und genau die schenken wir jedem einzelnen jungen Patienten. Wir empfangen und behandeln Ihr Kind mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit.
So entsteht Vertrauen – und mögliche Sorgen oder Ängste sind schnell vergessen. Gemeinsam entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan, der auf eine sanfte und altersgerechte Korrektur der Zahn- oder Kieferfehlstellung Ihres Kindes ausgerichtet ist.

Frühbehandlung für Kinder
Je früher eine kieferorthopädische Behandlung begonnen wird, desto besser. Denn häufig lassen sich bereits früh erste Zahn- und Kieferfehlstellungen erkennen. Gemeinsam mit Ihnen als Eltern können wir durch eine frühe Therapie einer Fehlentwicklung des Kiefers vorbeugen.
- bei Sprechstörungen wie Lispeln und Lautbildungsfehlern
- bei einem offenen Biss (z. B. durch Daumenluschen)
- bei einem Kreuzbiss
- bei einer extremen Unterkiefer-Rückverlagerung
- bei Progenie (umgekehrter Überbiss)
- bei fehlenden Stützzonen durch frühen Milchzahnverlust
- bei Lippen- Kiefer- Gaumenspalten

Behandlung für Jugendliche
Der beste Zeitpunkt für den Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung liegt bei Mädchen zwischen dem 9. und 11. Lebensjahr, bei Jungen zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr.
Der genaue Behandlungsbeginn wird dabei immer individuell an den Befund, den Entwicklungsstand, den Zahnwechsel und natürlich an den gewählten Behandlungsplan abgestimmt.
Im Normalfall dauert es zwei bis drei Jahre, bis die endgültige Zahnstellung erreicht ist. Darauf folgt die sogenannte Retentionsphase – also eine Haltephase, in der sich der neue Zahnstand im Kiefer festigen kann. Diese Phase ist häufig zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr abgeschlossen.

Unsere Leistungen für Kinder & Jugendliche im Überblick
Herausnehmbare Zahnspangen kommen häufig dann zum Einsatz, wenn das Gebiss des Patienten noch Milchzähne besitzt. Diese Spangen eignen sich besonders, zum Dehnen des Kiefers und zum Einstellen des optimalen Bisses während der Wachstumszeit.
Metall-Brackets sind die klassische Form der festen Zahnspange. Sie werden dauerhaft auf den Zähnen befestigt und sorgen dafür, dass sich die Zähne Schritt für Schritt in die richtige Position bewegen.
Selbstligierende Brackets – wahlweise aus Metall oder Keramik – kommen ohne zusätzliche Gummiringe aus. Dadurch verringern sich Reibung und Druck, was den Tragekomfort erhöht. Außerdem lassen sich die Zähne leichter sauber halten, da weniger Nischen für Beläge entstehen.
Bei der Lingualtechnik werden die Brackets an der Innenseite der Zähne befestigt und sind damit von außen unsichtbar. Diese feste Zahnspange eignet sich besonders für Patienten, die Wert auf eine unauffällige Behandlung legen. Trotz der versteckten Position lassen sich Zähne präzise und effektiv in die gewünschte Stellung bewegen.
Für Patienten, die eine unauffällige Zahnkorrektur wünschen, stehen verschiedene ästhetische Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören durchsichtige Zahnschienen (Aligner), zahnfarbene Keramik-Brackets oder die Lingualtechnik mit Brackets auf der Innenseite der Zähne. Alle Verfahren bieten zuverlässige Ergebnisse – mit deutlich weniger sichtbarer Apparatur im Alltag.
Lückenhalter ersetzen fehlende Milchzähne. Sie sollen den Platz im Kiefer so lange freihalten, bis die bleibenden Zähne nachgewachsen sind. So wird verhindert, dass benachbarte Zähne ungewollt in diese Lücken wandern.
Mundvorhoffplatten sind schnullerähnliche Hilfsmittel. Sie werden vorwiegend bei Kindern ab dem 4. Lebensjahr unterstützend verwendet, um ihnen schädliche Angewohnheiten - wie das Daumenlutschen, Lippensaugen oder -beißen - abzugewöhnen. Sie trainiert die Kau-, Zungen-, Lippen- und Wangenmuskulatur. So wirkt sie der Mundatmung entgegen und begünstigt die Ausheilung bereits vorhandener Anomalien.
Funktionskieferorthopädische Geräte dienen zur Lagekorrektur des Ober- und Unterkiefers. Dabei werden die natürlichen Kräfte der Mundmuskulatur, die beim Sprechen oder Schlucken zum Einsatz kommen, aktiv genutzt. Die Form der Spange gibt dabei vor, in welche Richtung sich Zähne oder Kiefer bewegen sollen.
Die Retention schließt sich an eine erfolgreiche Zahnkorrektur mit einer Zahnspange an. Sie stabilisiert die Zähne in der neuen gewünschten Position. Das geschieht mit Retentionsschienen, Retentionsplatten oder auf Wunsch einem so genannten Retainer. Dabei wird ein feiner Draht auf die Innenseite der Zähne geklebt und fixiert so die neue Zahnstellung.
Vorsorge ist besser als Nachsorge! Bereits im Milchgebiss können sich häufig Fehlstellungen der Kiefer und Zähne andeuten. Werden diese bereits im frühen Kindesalter korrigiert, kann dadurch eine deutlich bessere Entwicklung der Zahnstellung und Kieferlage erreicht werden.
Während und nach einer kieferorthopädischen Behandlung ist eine gründliche Zahnpflege besonders wichtig. Festsitzende Apparaturen und Spangen begünstigen die Ansammlung von Belägen, die zu Karies oder Zahnfleischentzündungen führen können. Durch regelmäßige Prophylaxe-Termine bleibt die Zahngesundheit dauerhaft erhalten.
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